Thüringer und Franken werben gemeinsam für das Grüne Band

17.03.2009

Erfolgreiche Premiere des Gemeinschaftsstandes auf dem Reisepavillon in München

Zwanzig Jahre nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ rückt das Grüne Band zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses der Öffentlichkeit. Gemeinsam mit den fränkischen Nachbarn und weiteren Erlebnisregionen gab der Regionalverbund Thüringer Wald e.V. dem Reisepavillon in München den Startschuss für die Vermarktung von Erlebnisangeboten entlang des fast 1400 Kilometer langen Biotopverbundes und historischen Erbes Deutschlands.

Großer Informationsbedarf zum Grünen Band

„Was ist denn überhaupt das Grüne Band?“, war die am häufigsten gestellte Frage, die das Personal am Gemeinschaftsstand „Erlebnis Grünes Band“ zu beantworten hatte. Über die ehemalige innerdeutsche Grenze wussten die meisten Besucher bestens Bescheid. Dass sich jedoch entlang der ehemaligen Sperranlagen der DDR mit dem sogenannten „Grünen Band“ der wertvollste Biotopverbund Deutschlands gebildet hatte, den es zu schützen und zu pflegen gilt, war vielen Besuchern neu. Umso wichtiger waren die Informationen, die diverse Regionen am Grünen Band auf dem Reisepavillon, dem weltweit wichtigsten Forum für natur- und sozialverträgliches Reisen, vom 26. Februar bis 2. März geben konnten. Auf dem erstmals in München im Rahmen der Tourismusmesse f.re.e, der „neuen C-B-R“, veranstalteten Reisepavillon bildete das Grüne Band den Themenschwerpunkt an den Ständen wie auch bei den Fachveranstaltungen. Regionalverbund Thüringer Wald e. V. und Frankenwald Tourismus Service Center der, der fränkische Partner-Tourismusverband, präsentierten in diesem Rahmen die thüringisch-fränkische Erlebnisregion mit den neuen Angeboten, die seit Start des Projektes im Mai 2007 für den Abschnitt des Grünen Bandes zwischen Mitwitz und Mödlareuth erarbeitet wurden.

Erlebnisreiche Touren zu Natur und Geschichte

Insgesamt 15, stets länderübergreifende Erlebnisrouten stehen zur Auswahl, um zu Fuß oder mit dem Rad das Grüne Band zu entdecken und dabei die vielen Attraktionen der Umgebung kennen zu lernen. Geschulte Natur- und Landschaftsführer bieten ab 2009 spezielle Touren zum Grünen Band. Wer lieber individuell unterwegs ist, kann ab Frühjahr auf fünf Wanderrouten sein Handy oder seinen MP3-Player als mobilen Reiseführer nutzen. An zahlreichen Orten können dann Tondokumente mit interessanten Informationen zu Sehenswürdigkeiten oder mit Schilderungen von Zeitzeugen zu Geschehnissen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze angehört werden. An vier Info-Punkten können zukünftig Audioguides ausgeliehen werden. Detaillierte Informationen erhalten Interessierte über das Internet unter www.erlebnisgruenesband.de, über Broschüren, aber in Kürze auch vor Ort an diversen Informationspunkten mit spezifisch kundigem Personal und eigenen Informationssäulen. Rechtzeitig zum Reisepavillon gaben Regionalverbund Thüringer Wald e.V. und Frankenwald Tourismus Service Center die neue „Erlebniskarte Grünes Band“ heraus. Die Übersichtskarte liefert die wichtigsten Informationen zum Grünen Band und den dortigen Attraktionen. Zur Tourismusmesse ITB Mitte März in Berlin wird auch der Tourenführer zu den zwölf Wander- und drei Radtouren zwischen Mitwitz und Mödlareuth zur Verfügung stehen.

Buchbare Angebote ab Frühjahr 2009

Das länderübergreifende Natur- und Geschichtserlebnis ist ab 2009 buchbar. Je nach Vorliebe kann man Brücken über die Grenze bauen, von Grenz- und Aussichtstürmen Aus- und Einsichten gewinnen, sich an Grüne-Band-Nudeln und Pralinen aus Lauenstein laben, eigene Porzellantassen gestalten oder in Bad Steben (Bayern) und Bad Lobenstein (Thüringen) grenzenlos Wellness genießen. Interessant sind auch die zahlreichen Attraktionen der Region: In Kronach hat Lucas Cranach seine Spuren hinterlassen, Sonneberg ist eine bedeutende Spielzeugstadt, und in Lehesten zeigt sich die beeindruckende Geschichte des Schieferabbaus. Eine handliche Angebotsbroschüre präsentiert die Angebote von der Elbe über den Harz bis zu der thüringisch-fränkischen Erlebnisregion.

Das Internet als wichtigstes Informationsmedium zum Grünen Band

Im Zeitalter der neuen Medien gilt auch für das Grüne Band, dass die meisten Informationen über das Internet verbreitet und abgefragt werden. www.erlebnisgruenesband.de ist als Informationsportal eigens für die Erlebnisregionen am Grünen Band konzipiert worden. Deren Beschreibung findet sich dort ebenso wie die ersten Pauschalangebote und in Kürze auch ein sogenannter „Naturerlebnisnavigator“. Dieser ist eine interaktive Karte, in die man sich touris-tische Sehenswürdigkeiten, historische oder auch Naturerlebnis-Punkte mit dem jeweiligen Standort und den wichtigsten Informationen darstellen lassen kann.

Großes Interesse des Bundes am Schutz und der Entwicklung des Grünen Bandes

Das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums geförderte dreijährige Projekt wird gemeinsam mit regionalen Partnern durchgeführt und vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wissenschaftlich begleitet. Im Rahmen dieses sogenannten "Entwicklungs- und Erprobungsvorhabens" entwickeln drei jeweils länderübergreifende Modellgebiete den Tourismus entlang des ehemaligen "Eisernen Vorhangs", in dessen Schatten sich mit dem "Grünen Band" der längste Biotopverbund Deutschlands bilden konnte, naturverträgliche Urlaubs- und Erlebnisangebote. Die zwei weiteren Modellgebiete – neben den thüringisch-fränkischen Naturparken – sind der Harz und die Region Elbe-Altmark-Wendland. Im Jahr 2009 stehen vorrangig diese Gebiete im Fokus der Aufmerksamkeit, wenn auch touristisch das Thema „20 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs“ aufgegriffen und in Kombination mit dem „Grünen Band“ ein wichtiger Baustein der Werbung für Deutschland als Urlaubsland wird.