Stadtmodell Arnstadt um 1740
Wenige Meter von der Schlossruine entfernt findet man das älteste Gärtnerhaus Thüringens. Es entstand im Zusammenhang mit dem Umbau der Burg (Neideck) zum Renaissance-Wasserschloss Mitte des 16. Jh. und der damit verbundenen Gestaltung des nördlich angrenzenden Schlossgartens. Erstmals erwähnt wird es 1583. Seit der Eröffnung am 22. Juni 2001 befinden sich hier Ausstellungen zur Geschichte und Baugeschichte von Schloss Neideck sowie zur Geschichte der Grafen von Kevernburg- Schwarzburg. Besonderer Erwähnung bedarf ein wahres Kleinod, welches hier zu bewundern ist- das Stadtmodell Arnstadt. Um 1740 im Maßstab 1:200 vermittelt uns die im Neuen Palais (Schlossmuseum) ausgestellte Sammlung Mon plaisir (entstanden etwa ab 1700 bis 1751) einen lebendigen Eindruck vom Leben und Treiben in einer kleinen Residenzstadt (wofür Arnstadt als Vorlage gedient haben könnte), so hat der Besucher hier die Möglichkeit, sich anhand des Stadtmodells über das äußere Erscheinungsbild Arnstadts in der 1. Hälfte des 18. Jh. zu informieren. Auf einer 4,30 m langen und 3,20 m breiten Grundplatte haben die Modellbauer des Neideckvereins Rathaus, Kirchen, Schloss Neideck oder Neues Palais sowie 732 Wohnhäuser und 816 Nebengebäude auf der Grundlage zahlreicher historischer Unterlagen entstehen lassen.
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