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Hinweise

10 Goldene Regeln

Als Kanusportler und Wasserwanderer sollten Sie alles daran setzen, dass von Ihrem Sport keine zusätzliche Belastung für die Natur ausgeht. Daher haben wir einige Ratschläge für Sie zusammengestellt, damit Sie unbeabsichtigte Störungen des empfindlichen Naturhaushaltes vermeiden können.

  1. Vermeiden Sie bitte alles, was Tiere stören oder auch nur beunruhigen könnte.

    Alle Feuchtgebiete sind von besonderer Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht der Natur. Flachwasserbereiche, Uferzonen sowie angrenzendes Umland sind Brut- und Aufzuchtgebiete für viele Tiere und insbesondere für Wasservögel, deren Brutzeit sich i. d. R. von April bis Juli erstreckt. Halten Sie möglichst großen Abstand von Nestern und Nachwuchs führenden Wasservögeln. Sind Sie mit mehreren Booten unterwegs und müssen Sie ein Nest oder eine Vogelfamilie passieren, fahren Sie bitte weiträumig und zügig vorbei. Halten Sie die Boote eng zusammen, um die Störung möglichst kurz zu halten.

  2. Informieren Sie sich bitte vor Beginn der Fahrt, ob Ihr Weg durch ein Schutzgebiet führt.

    In vielen Bereichen unseres Landes sind Schutzgebiete ausgewiesen. Hier gelten besondere Bestimmungen zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt. An der Saale befinden sich „Schutzgebieten internationaler Bedeutung“ entlang der Saalehänge von Fischersdorf bis Reschwitz. Diese Gebiete dienen als Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten und haben eine Vernetzungsfunktion. Sie sind daher besonders schutzwürdig.

  3. Informieren Sie sich vor der Fahrt bitte über das Gewässer, das Sie befahren wollen.

    Dies sollte eine Selbstverständlichkeit sein, nicht nur aus Umweltschutzgründen sondern auch aus Sicherheitsgründen. Alle notwendigen Informationen erhalten Sie z.B. aus den

    DKV-Flussführern

    Vorgegebene Mindestwasserstände sind: Pegel Hof ab 1,80 m und Pegel Kaulsdorf ab 1,0 m.

  4. Überprüfen Sie vor Ort am Gewässer, ob der Wasserstand für Ihre Paddeltour wirklich ausreicht.

    Bei zu geringem Wasserstand können Tiere und Pflanzen im Flussbett unbemerkt geschädigt werden. Insbesondere kann der Fischlaich dann ersticken. Nach regenarmen Zeiten sind viele Gewässer nicht mehr befahrbar. Weichen Sie in einem solchen Fall auf einen größeren Fluss in der Nähe aus oder nutzen Sie den Tag für eine Wander- oder Radtour.

  5. Vermeiden Sie eine Übernutzung.

    Wenn Sie bereits am Start erkennen, dass das Gewässer hoffnungslos übernutzt ist, dann sollten Sie auf die Befahrung des Gewässers verzichten. Eigenes Fehlverhalten kann nicht damit entschuldigt werden, dass andere die Natur noch stärker belasten.

  6. Kleine Gewässer verlangen eine besonders gute Fahrtechnik.

    Kleinflüsse sollten nur in kleinen Gruppen mit kleinen Booten befahren werden. Als Faustregel gilt: Alle Boote müssen ohne Grundberührung und Uferkontakt auf der Stelle wenden können.

  7. Starten und Anlanden

    Speziell für Bootswanderer sind besonders gekennzeichnete Stellen (Bootsanlegestellen, Umtragestellen) zum Ein- und Aussteigen ausgewiesen. Benutzen Sie beim Landen unbedingt die dafür vorgesehenen Plätze. Schonen Sie die anderen Uferbereiche. Zelten ist nur auf den dafür vorgesehenen Campingplätzen erlaubt. Informieren Sie sich vor Fahrtbeginn über sonstige Übernachtungsmöglichkeiten am Saale-Wasserwanderweg.

  8. Alle Flachwasser- und Schilfzonen bitte weiträumig umfahren.

    Sie stehen unter besonderem Schutz. Es sind wertvolle Laich- und Brutgebiete für Fische und Vögel und Standorte seltener Wasserpflanzen.

  9. Nehmen Sie Ihren Müll wieder mit

    und lassen Sie ihn keinesfalls an ihren Rast- oder Lagerplätzen liegen.

  10. Genießen Sie die Stille und Einsamkeit.

    Stören Sie nicht andere Leute, die wie Sie die Ruhe suchen. Vermeiden Sie Lärm und lautes Rufen.