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Günter Giese und Hendrik Neukirchner widmen sich den "Waffen der Frauen" - Fotografien und Texte im Suhler Waffenmuseum ab Freitag, 17. November 2017

08.11.2017

Waffen der Frauen - Foto: Günter Giese

Seit 1. September läuft im Suhler Waffenmuseum die vielbeachtete Sonderausstellung "Die Waffen der Frauen". Im Rahmen des einjährigen Begleitprogramms wird am Freitag, den 17. November 2017, mit einer kleinen Vernissage um 18.00 Uhr eine Fotoexposition von Günter Giese eröffnet, der sich in seinen Motiven dem Titel der Ausstellung nähert. Die acht großformatigen Fotos korrespondieren mit jeweils einem literarischen Text des Suhler Autors Hendrik Neukirchner. Vor dem Hintergrund des Themas ist die Symbiose aus Text und Bild enorm spannungsreich und künstlerisch ambitioniert. Im Programm zur Vernissage liest Neukirchner Texte zur thematischen Klammer der Ausstellung. Sein langjähriger künstlerischer Partner, der Meininger Thomas Schlauraff, begleitet ihn dazu an der Gitarre.

Nachdem Günter Giese und Hendrik Neukirchner vor drei Jahren mit dem gemeinsamen Projekt "Masken" eine fast schon organische Melange bildeten, dürfte die erneute Zusammenarbeit zu "Waffen der Frauen" für wiederholte Aufmerksamkeit sorgen. Während der Autor – bekannt für seine oftmals provokative und lebensnahe Literatur – durch seine Aktivitäten beim Verein Provinzkultur bereits mit dem Ausstellungskonzept von "Die Waffen der Frauen" vertraut war, musste sich Günter Giese das Sujet komplett neu erschließen. Zu sehen sind Portraits, Akte und Fotografien von Frauen, die ihre Waffen zumeist unsichtbar tragen und trotzdem zwischenmenschliche Kriege für sich entscheiden. Erotische Augenblicke, fordernde Gesten, lässige Bewegungen und versteckte Eroberungslust in Wort und Bild – die Besucher erwartet eine fotografisch-literarische Entdeckungsreise in das Gedankenreich aus Begehren und Verlangen, aus Dominanz und Leidenschaft, aus Lieben und Lust.

Günter Giese wurde 1952 in Altentreptow/Mecklenburg geboren. Berufsausbildung als Maschinenbauer in Warnemünde und Betriebswirtschaftsstudium in Wismar. 1977 Umzug nach Suhl, wo er noch heute lebt. Seit 1976 Mitglied im Suhler Fotoclub Kontrast. Seit 1991 leitet Giese den Fotoclub. 1992 wurde er Mitglied im Landesvorstand der Gesellschaft für Fotografie. Teilnahme an regionalen und nationalen Fotowettbewerben. Einzelausstellungen in Erfurt, Suhl, Rudolstadt, Dresden, Schwerin, Jena und Begles (Frankreich).

Hendrik Neukirchner, 1974 in Suhl geboren. Abitur an der Kinder- und Jugendsportschule Zella-Mehlis. Studium Journalistik und Geschichte an der Universität Leipzig. Mitbegründer des Kulturfestivals "Provinzschrei" und Impulsgeber des Projekts "Thüringer(KULTUR)Wald". Pressesprecher für den GutsMuths-Rennsteiglauf. Seit 1992 als Autor aktiv. Seit 1997 verschiedenste Publikationen und Hörspiele. Seit 1997 deutschlandweit Lesungen und Multimedia-Performances.

Thomas Schlauraff, Jahrgang 1974, in Kühndorf geboren. Nach dem Abitur Ausbildung zum Sozialassistenten. Er ist Autodidakt, war Mitbegründer und Gitarrist bei den Hardcore-Bands "Five in the Castle" und "Inter-Nett" und bei der Alternative-Rock-Band "Shotclock". Seit 2004 tourt er gemeinsam mit Hendrik Neukirchner durch Deutschland und begleitet den Autor bei verschiedenen Literaturprogrammen musikalisch mit seiner Gitarre.

 

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