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Papiertheater mit Harfenbegleitung "Der neue Paris" - ein Goethemärchen am Mittwoch, 29. November 2017 in Ilmenau

21.11.2017

Papiertheater

Das GoetheStadtMuseum Ilmenau lädt am Mittwoch, dem 29.11.2017, um 18:30 Uhr zu einer märchenhaften Veranstaltung ins Amtshaus ein. "Der neue Paris" heißt das Theaterstück, das auf einer gleichnamigen Erzählung des jungen Johann Wolfgang von Goethe basiert. Die Sopranistin Ulrike Richter zaubert auf der selbst gestalteten Papiertheaterbühne mit Erzählung und Gesang sowie Melodien auf der Hakenharfe eine ganz einzigartige, poesievolle Welt, die Zuschauer und –hörer magisch in ihren Bann zieht.

Der "neue Paris" erhält vom Götterboten drei Äpfel, die sich sogleich in schöne Damen verwandeln. Er gerät in einen zauberischen Garten und erlebt allerlei Wunderbares, bis er sich durch Übermut und Zorn den Aufenthalt verscherzt. War es Traum, Wirklichkeit, Fantasie? Die Poesie des Märchens bietet Raum für viele Deutungen. Goethe hat diese jugendliche Geschichte wohl wirklich mit etwa vierzehn Jahren seinen Freunden in Frankfurt erzählt, wie er es später in "Dichtung und Wahrheit" schildert. An Goethes Jugendzeit in Frankfurt schließt sich 1765 das Studium in Leipzig an. Goethes Zeichenlehrer Adam Friedrich Oeser hat die Kunstansichten des jungen Studenten maßgeblich geprägt, auch wenn Goethe später darüber hinaus ging. Im Jahr des 300. Geburtstages Adam Friedrich Oesers bebildert Ulrike Richter den poetischen Garten mit Zeichnungen Oesers und Scherenschnitten Luise Duttenhofers im Papiertheater. Sie singt Goethe-Gedichte nach Liedern der Goethezeit, die sie für die Hakenharfe adaptiert hat.

Die Eintrittskarten für 10,- € bzw. ermäßigt für 7,- € sind im Vorverkauf in der Ilmenau-Information (Di bis Fr 10-18 Uhr, Sa & So 10-17 Uhr) oder an der Abendkasse ab 18 Uhr erhältlich. (Es stehen maximal 50 Sitzplätze zur Verfügung. Wir empfehlen die Karten frühzeitig zu erwerben.)

Sonderausstellung

Wilfri(e)d Spinner – Schweizer Theologe in Japan und Thüringen. Seine Sammlung japanischer Kult- und Pilgerbilder
29.10.2017 bis 25.02.2018
Dienstag bis Sonntag: 10-17 Uhr

Die Schau widmet sich einem speziellen Aspekt des in diesem Jahr allseits gegenwärtigen Reformationsjubiläums. Beleuchtet wird die spannende Geschichte evangelischer Missionsbestrebungen des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach im weit entfernten Japan am Ende des 19. Jahrhunderts.

1885 erteilte Herzog Carl Alexander dem Theologen Wilfri(e)d Spinner den Auftrag, als Missionar nach Japan zu reisen und dort die jungen evangelischen Gemeinden in Tokio und Yokohama zu betreuen. Nach seiner Rückkehr war Spinner bis 1896 Oberpfarrer in Ilmenau und wirkte danach als Oberhofprediger bzw. als Generalsuperintendent in Weimar. Während seines Japanaufenthaltes setzte sich Spinner intensiv mit der buddhistischen Glaubenswelt auseinander und sammelte begeistert japanische Kult- und Pilgerbilder. Seine einzigartige Sammlung, die in ihrem Umfang und ihrer Struktur selbst in Japan ihresgleichen sucht, wird vom Völkerkundemuseum Zürich aufbewahrt. Dank enger Zusammenarbeit mit dem Züricher Museum werden diese Zeugnisse japanischer Alltagskultur nun erstmals umfänglich in Deutschland im GoetheStadtMuseum Ilmenau präsentiert. Gleichzeitig wird ein biografischer Abriss Wilfri(e)d Spinners gegeben, zu dem sowohl seine Missionarstätigkeit in Japan, als auch seine pfarramtlichen Pflichten in Thüringen gehören.

Kontakt

Stadtverwaltung Ilmenau
Museumsverwaltung
GoetheStadtMuseum & Museum Jagdhaus Gabelbach
Am Markt 7
98693 Ilmenau
Tel. 03677 / 600 210
museum@ilmenau.de
www.ilmenau.de