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Neues Literaturformat: Literarische Fragestunde am 31. Mai 2018 mit Landolf Scherzer und Hendrik Neukirchner in Suhl

11.05.2018

Landolf Scherzer und Hendrik Neukirchner

Am Donnerstag, den 31. Mai 2018, treffen sich die beiden Südthüringer Autoren Landolf Scherzer und Hendrik Neukirchner um 19.00 Uhr zu einem neuen Literaturformat im Buchhaus in Suhl. Unter dem Motto "Scherzer fragt Hendrik Neukirchner nach der Wirkung des Küssens von Gummidichtungen; Neukirchner fragt Landolf Scherzer nach kubanischen Tieropfern und das Publikum fragt beide Autoren, was es wissen möchte über das Schreiben von Büchern und das Vorlesen aus selbigen" werden die beiden Literaten sich selbst, aber auch dem Publikum Rede und Antwort stehen. Dabei brauchen sie keinen Moderator, der Fragen stellt, deren Antworten niemand wissen möchte – nein, sie befragen sich gegenseitig über das Entstehen von Wörtern, die aneinandergereiht Sinn und Logik ergeben und nach langer Handarbeit zu einem Buch zusammen gefügt werden, welches im Idealfall den Weg zur Veröffentlichung findet.

Fragen, antworten, lesen

Beide Autoren haben zur Leipziger Buchmesse jeweils ein Buch publiziert. Scherzers neueste Reportage "Buenos días, Kuba" – erschienen im Aufbau Verlag – ist ein Bestseller, die zweite Auflage wird gerade gedruckt. Neukirchners Kunstbüchlein "Das Küssen von Gummidichtungen" wurde im neu gegründeten Verlag "EXIL Noir – Buch + Kunst" verlegt und muss sich sein Publikum noch suchen.

Was bewegt beide Autoren zu schreiben und zu veröffentlichen? Wie funktioniert der "Schreibprozess", wie wird aus einer Idee ein Buch? Welche Gewohnheiten haben Scherzer und Neukirchner beim Schreiben? Wer und was inspiriert sie dabei und mit welcher Intensität betreiben sie die Arbeit am Text? Welche Zweifel umtreibt sie möglicherweise, wie gehen sie mit literarischem Erfolg und Misserfolg um? Was sind die nächsten Projekte und welche Rolle spielt Literatur im Leben, was kann Literatur leisten, was nicht.

Auf diese und viele weitere Fragen werden beide Autoren versuchen, Antworten zu geben. Und auch das Publikum wird einbezogen, kann Landolf Scherzer und Hendrik Neukirchner fragen, was es wissen möchte. Außerdem werden beide Autoren jeweils kurz aus ihren neuen Büchern lesen.

Das Team vom Buchhaus Suhl sorgt zudem für eine kleine gastronomische Versorgung.

Tickets für die Veranstaltung können für 5,- Euro direkt im Buchhaus in Suhl erworben werden (Tel. 03681 / 721 028 | E-Mail: buchhaus-suhl@t-online.de).

Landolf Scherzer studierte von 1962 bis 1965 in Leipzig unter anderem bei der Journalistenlegende Jean Villain. Nach kritischen Reportagen, die er für die Illustrierte NBI geschrieben hatte, wurde er vom Studium exmatrikuliert. Er ging in die südthüringische Bezirksstadt Suhl, wo er eine neue Heimat fand und bis 1975 bei der Tageszeitung "Freies Wort" als Redakteur arbeitete. Seitdem ist er als freier Schriftsteller tätig und erregte mit seinen Reportagen viel Aufsehen. Sein Werk befasst sich kritisch mit der DDR und der sozialen Ungerechtigkeit im neuen vereinten Deutschland, aber er bereist für seine Reportagen auch weltweit Länder, in denen sozialistische Ideen gelebt werden, beziehungsweise gelebt wurden. 

Hendrik Neukirchner wurde 1974 im südthüringischen Suhl geboren und lebte viele Jahre in Leipzig und Halle/Saale. Nach einer sportlichen Karriere als Ringkämpfer suchte und fand er neue Herausforderungen im Kampf mit Gefühl und Sachlichkeit, den er seit 1994 in ungehobelten Wortgefechten zu Papier bringt. Seine lyrischen und prosaischen Cut-up-Fragmente bezeichnet er als psychosomatische Literatur, die in diversen Publikationen nachzuspüren ist. Die emotionale Dichte seiner Texte lässt sich auf besondere Weise bei Lesungen begreifen, die meist mit Videoeinspielungen und Live-Musik begleitet werden. Hendrik Neukirchner ist Mitbegründer des populären Kunst- und Literaturfestivals "Provinzschrei".

Kontakt

EXIL NOIR - LEKTORAT
Rudolf-Harbig-Straße 2
98529 Suhl
Tel. 0157 / 81 281 543
hn@exilnoir.de oder hs@exilnoir.de
www.exilnoir.de

Foto: ari-Michael Reichel