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50 Jahre "Studioglas" in Lauscha

02.07.2013

Waldglas, höfische Prunkgefäße, technisches Glas, Christbaumschmuck – vielfältig sind die Produkte aus Glas, die im Museum für Glaskunst in der Glasbläserstadt Lauscha gesammelt, erforscht und präsentiert werden.

Einem ganz besonderen Glasprodukt ist die aktuelle Sonderschau des Museums gewidmet, die vom Förderkreis initiiert wurde. "50 Jahre Studioglas in Europa – Impulse aus Lauscha" (9. Juni bis 3. November 2013) heißt die Ausstellung, die die Entwicklung einer Bewegung nachzeichnet, welche in den 60er Jahren gleichzeitig in Europa und den USA begann.

Unabhängig von großen Glaswerkstätten eigenständig individuelle Glaskunstwerke schaffen, dies war ein Traum vieler Glaskünstler, der 1963 in Lauscha für Volkhard Precht in Erfüllung ging. Nur ein Jahr nach dem ersten "Studioglas"-Workshop in den USA hatte der Glaskünstler mit der Hilfe erfahrener Glasmacher und Techniker aus den heimischen Hütten einen kleinen Ofen gebaut zum Schmelzen und dem folgenden Glasblasen. Damit hatte er die Grundvoraussetzung für künstlerisch eigenständig gestaltete Werke aus Glas geschaffen.

Internationale Glassymposien in Lauscha in den Folgejahren, die Künstler aus dem In- und Ausland anzogen, haben der Bewegung immer wieder neue Impulse gegeben. Zu den ausgestellten Stücken gehören Arbeiten vom Lauschaer Glaskünstler Günther Knye genauso wie Werke von Pavel Hlava aus Tschechien oder Mikko Merikallio aus Finnland. Über ihre unterschiedlichen handwerklichen und künstlerischen Ansätze erzählen Glaskünstler u.a. im Begleitbuch zur Ausstellung.

Besonderer Blickfang der Ausstellung ist jedoch der "Glas-Walk" durch Lauscha. In den Schaufenstern zwischen dem Museum und der Farbglashütte Lauscha sind eine Vielzahl von größeren Glasobjekten ausgestellt, die zum Betrachten und Verweilen einladen.

Kontakt
Museum für Glaskunst
Oberlandstraße 10
98724 Lauscha
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11.00 bis 16.00 Uhr
Internet: www.glasmuseum.lauscha.de