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Wiedereröffnung des Museums für Glaskunst Lauscha

12.05.2014

Museum für Glaskunst Lauscha

Das traditionsreiche Museum für Glaskunst Lauscha begrüßt seine Besucher seit dem 12. April 2014 in den neuen Ausstellungsräumen in Lauscha. Es befindet sich jetzt am Standort der Farbglashütte Lauscha.

Das neue Museum für Glaskunst Lauscha wurde durch eine großzügige Spende des Hildesheimer Unternehmers und Ehrenbürgers der Stadt Lauscha, Herrn Gerhard Bürger ermöglicht. Die Planung, Schaffung der Voraussetzungen und der Umzug des vollständig neu gestalteten Museums nahmen einen Zeitraum von nur 9 Monaten in Anspruch.

Am jetzigen Standort befinden sich neben dem Museum für Glaskunst die Farbglashütte Lauscha mit Glasproduktion, Schauvorführungen, Verkauf sowie verschiedenen Kreativangeboten und das Restaurant Bürgerstuben.

Die modernere Präsentation des einmaligen Sammlungsbestandes des ältesten Spezialmuseums für Glaskunst in großzügigen Räumen und Vitrinen unter zeitgemäßen gestalterischen und lichttechnischen Voraussetzungen beinhaltet:

  • historisches Glas und zeitgenössische Glaskunst
  • Hüttentechnik und Lampenarbeit sowie
  • Massiv- und Hohlglas.

Der gesamte rechte Trakt der ca. 400 qm umfassenden Ausstellungsfläche ist dem historischen Glas von seinen Anfängen mit dem Waldglas bis zur Entwicklung des figürlichen Lampenglases gewidmet. Einzelne Sammlungsgruppen wegen der besseren Übersicht kabinettartig angeordnet. Diese Sammlungsbereiche werden dem Besucher komplex erschlossen und beinhalten unter anderem im Bereich der Hüttentechnik nachfolgende Themen:

  • Waldglas
  • Tafelgläser
  • Glasschnitt
  • Fadenglas
  • Emailmalerei und
  • Beinglas als Porzellanersatz.

In sechs weiteren Vitrinen wird die Entwicklung der Lampentechnik von fragilen Glasfiguren mit Kaltmalerei des 18. Jahrhunderts bis zu expressionistischen Glasobjekten der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts präsentiert.

Das prothetische Kunstauge, die Märbel und der kunstvoll gestaltete Briefbeschwerer fehlen ebenfalls nicht in der neuen Ausstellung.

Eine inhaltlich neue Präsentation wurde für zwei auf das engste mit Lauscha verbundene Glaserzeugnisse gewählt - für Perlen und Christbaumschmuck. Sie wurden erstmals in einem eigenständigen Kabinett zusammengeführt, um die Zusammengehörigkeit beider Sammlungsgruppen zu dokumentieren, um zu zeigen, dass die Herstellung von Christbaumschmuck technologisch aus der Perlenfertigung entstand.

Die zweite Säule des Ausstellungskonzepts - das moderne Glas - befindet sich im linken Trakt des Museums.

Die Ausstellung umreißt den Zeitraum von der Entstehung der Studiotechnik in Lauscha ab den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Die Ausstellung zeigt figürliches Glas und Gefäßobjekte in unterschiedlichen Techniken - Lampenglas, Hüttenglas und Kombinationstechniken. Dieser Teil der Ausstellung zeigt vorrangig Glaskunst aus Lauscha, aber auch Objekte nationaler und internationaler Glaskünstler.

Absolute Neuheit in der Präsentation ist die Installation eines Schaudepots mit mehr als 2500 Objekten.

Das Museum ist Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Montag ist Ruhetag. Sonderöffnungszeiten und Führungen für Besuchergruppen sind nach Vereinbarung möglich. Für den Besuch der Farbglashütte und des Museums für Glaskunst kann ein kostengünstiges Kombiticket erworben werden.

Kontakt:
Museum für Glaskunst Lauscha
Straße des Friedens 46
98724 Lauscha
Tel.: 036702/20724
glasmuseum@t-online.de
www.glasmuseum-lauscha.de

(Foto: Rolf Koch)