Thüringer Wald: hier entdecken Sie Thüringen

Newsletter Aktivregion Januar 2018

Liebe Rennsteig-Freunde im Thüringer Wald

wir wünschen allen Lesern ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2018!

Das Jahr fing im Thüringer Wald mit dem IBU Biathlon Weltcup in Oberhof schon aufregend an. Mit 65 000 Zuschauern an allen vier Tagen und 2 630 ehrenamtlichen Helfern wurde der Biathlon erfolgreich über die Bühne gebracht. Ähnlich geht die Wintersaison weiter - es warten viele Wintersportveranstaltungen auf euch.

Wer nicht nur zuschauen, sondern selbst aktiv werden möchte, kann sich unter folgender Nummer über die Wintersportbedingungen informieren: 0800 72 36 488. 
Zusätzlich gibt es für Wintersportfans ein weiteres Serviceangebot: jeden Morgen gegen 8:10 Uhr berichtet Stefan Ebert über die örtlichen Schneebedingungen beim MDR Thüringen.

 

Themen

 Bewegung ist unser Thema - Suchen Sportinteressierte neue Gemeinschaften?

Als Teil digitaler Gesellschaften und virtueller Communities suchen viele Menschen verstärkt nach Identifikationsmöglichkeiten und Zugehörigkeit. Ein neuer Yoga-Kurs, ein Marathonlauf oder eine besondere Fitness-Challenge – es sind vor allem die eigenen sportlichen Interessen, Trainingsintensitäten und Teamkameraden, über die sich der Mensch definiert. Während die traditionellen Sportvereine den klassischen Zielen von Körperertüchtigung, Sportförderung und Gemeinschaft folgen, klagen sie über Stagnation oder Mitgliederschwund.

Die Vereine, welche mit den aktuellen sozialen Herausforderungen konfrontiert sind, werden oft als zu statisch und mit zu wenig kreativem Spielraum wahrgenommen. Flexible Vereinskulturen mit hoher Authentizität erfreuen sich in den sozialen Netzwerken hingegen großer Beliebtheit. Im kommenden Newsletter werden wir uns intensiver mit den heutigen Herausforderungen für Sportvereine beschäftigen und wie diese zur Entwicklung der Aktivregion Rennsteig beitragen. Sei gespannt.

 Aktiv in der Natur - Ist Alaska zu weit und der Polarkreis zu kalt, dann kommen die Musher nach Frauenwald!

Interview mit Hans-Jürgen Ebert, ehemaliger Vorsitzender des Schlittenhundesportclubs Thüringen, Rennleiter des Internationalen Schlittenhunderennens in Frauenwald und leidenschaftlicher Musher.

Wie kam der Schlittenhundesport in den Thüringer Wald?

Im Jahr 1973 schlug die Geburtsstunde für den Sport mit den ausdauernden, schnellen und zähen Vierbeinern in Deutschland. In der DDR waren Schlittenhunde zunächst weitgehend unbekannt, das änderte sich ab Mitte der 80er Jahre. 1988 hatten einige wenige Hundefreunde in Thüringen begonnen, mit Schlittenhunden zu arbeiten. In der Suhler Lokalzeitung vom 25.01.88 lautete die Schlagzeile: „ Premiere einer arktischen Sportart, Husky-Hatz am Oberhofer Grenzadler“. 18000 Zuschauer kamen und bestaunten 14 Gespanne. Mit der Wende im Herbst 1989 war das Tor zur großen weiten Welt aufgeschlagen. Die Verwirklichung vieler Pläne war nun möglich geworden und der Traum, mit nordischen Hunden intensiven Sport zu treiben, konnte nun auch in Thüringen gelebt werden.

Wie bist du zu diesem besonderen Sport gekommen?

Es begann im Winter 1989 in Oberhof am Grenzadler, in Blickweite der heutigen „Rennsteig Arena“. Hier stand ich zum ersten Mal Schlittenhunden gegenüber und erlebte beim 2. Schlittenhunderennen in Thüringen Tiere, die an Eleganz, Laufwillen, Schnelligkeit, Ausdauer und ihrem freundlichen Charakter kaum zu übertreffen sind. Der Virus Schlittenhundesport hatte mich gepackt. Mir war sofort klar: Das ist die Herausforderung, die ich schon lange gesucht hatte! Ich bin in der wildromantischen Natur rund um den Rennsteig aufgewachsen und hatte seit Jugendtagen immer eine besondere Beziehung zum Winter. In der kalten Jahreszeit bin ich deshalb fast immer sportlich aktiv und nutze jede freie Minute um draußen im Schnee zu sein.

Die harmonische Beziehung zwischen dem Musher und seinen Hunden ist ein ausschlaggebender Faktor in diesem Sport. Wie würdest du diese beschreiben?

Wer einmal bei einem Schlittenhunderennen zugeschaut hat, weiß um die grenzenlose Begeisterung, die ein Husky für das Ziehen des Schlittens aufbringen kann. Meine Siberian Huskies vereinen Schönheit, Mut, Kraft und Gehorsam. Die Gemeinschaft von Mensch und Tier in der tollen Natur am Rennsteigs weckt ein besonderes Lebensgefühl, welches ich nicht missen möchte. 

Was ist für dich der Höhepunkt bei einem Schlittenhunderennen?

Als Rennleiter und Organisator: Wenn der erste Starter ins Ziel kommt und sagt: „Ein super Trail!“.
Als Starter: Wenn ich aus dem Startbereich auf die Strecke fahre und den Einklang mit meinen Hunden spüre. 

Wenn Ihr mehr über den Schlittenhundesport in Thüringen erfahren wollt, schaut hier vorbei: www.ssct.de

 Veranstaltungsankündigung - COC Brotterode

Der Continentalcup Skispringen in Brotterode ist der landesweit einziger Skisprungwettkampf mit internationaler Strahlkraft und blickt auf eine lange Tradition im Thüringer Wald zurück.
1994 sprangen die Athleten erstmals im Rahmen dieses Wettkampfes von der Inselbergschanze.

Vom 16. bis 18. Februar 2018 ist es wieder soweit. Bei der Traditionsveranstaltung erwarten Euch jeweils zwei Wettkampfdurchgänge der Damen und Herren. Auch abends wird für ordentlich Stimmung gesorgt: Am Freitag könnt Ihr die ultimative Skisprungdiscoparty mit Adi Rückewold von Antenne Thüringen erleben und am Samstag heizen euch Biba und die Butzemänner aus Weimar im Festzelt so richtig ein. 

Weitere Infos gibt's hier: www.coc-brotterode.de

 Termine

  • 01. - 04. Februar 2018 - Biathlon Alpencup
    Ort: Oberhof
  • 10. - 11. Februar 2018 - 41. Rennsteig-Ski-Lauf
    Ort: Oberhof
  • 16. - 18. Februar 2018 - FIS Continental Cup
    Ort: Brotterode / Inselsbergschanze
  • 17. - 18. Februar 2018 - 23. Internationales Schlittenhunderennen
    Ort: Frauenwald
  • 24. Februar 2018 - Hornschlittenrennen
    Ort: Seimbergabfahrt Brotterode