Kulturregion Wartburg im Thüringer Wald

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Traditionelle Küche

Erik Lauterbach aus Frauenwald | © Michael Reichel / ari

Mit Thüringen sind rustikale Spezialitäten wie Klöße, Rostbratwürste, Blechkuchen und natürlich Bier unverwechselbar verbunden. Auf kaum einer Speisekarte der ländlichen Restaurants und Wandergaststätten rund um den Rennsteig fehlen die Thüringer Köstlichkeiten. Wie sollte es da anders sein, dass die ersten urkundlichen Erwähnungen der Bratwurst (1404), des deutschen Weizenbiers außerhalb Bayerns (1617) und die ältesten Rezepte für Grüne Klöße (1842) aus Thüringen stammen.  

Vom Wald auf den Teller ist heute in der gesamten Region des Thüringer Waldes das Motto der Gastwirte:  Kräuter, Pilze, Fisch und Wild – die Küche des Thüringer Waldes passt zur Landschaft.  Bei den Biosphärenpartnern kommt dabei nur Frisches auf den Teller, phantasievoll und gesund mit regionalem Bezug und dem gewissen Thüringer-Extra.

Das Thüringer Leibgericht schlechthin.

Was wäre ein Besuch des Thüringer Waldes ohne den Genuss einer “echten” Thüringer Bratwurst! Um deren perfekte Rezeptur und Zubereitung herrscht in jeder Region eine rege Debatte. Fest steht, dass vielerorts eine hervorragende Rostbratwurst mit zu finden ist – der würzige Duft lockt durch die Gassen. Um die Erfindung der Thüringer Leibspeise, die auf dem Holzkohlegrill gegrillt und traditionell im aufgeschnittenen Brötchen mit echtem Thüringer Senf genossen wird, ranken sich viele Legenden. Schon im siebten Jahrhundert sollen slawische Sorben aus der Lausitz in Därme gefülltes Hackfleisch als Wegzehrung durch den Thüringer Wald mit sich geführt haben und sie der Einfachheit halber mitsamt dem Darm über das Feuer gehalten haben – die erste Thüringer Rostbratwurst war geboren.

Den Kloß aus geriebenen Kartoffeln, die regionale Leibspeise, kann man mit Sauce und Fleisch quer durch den Thüringer Wald genießen. Laut einer Sage überreichte Frau Holle höchstpersönlich den Meiningern das erste Kartoffelkloß-Rezept mit der Aufforderung „dies Rezeptum, hüt’ es.“ Deshalb heißen die Klöße in Meiningen Hütes und werden alljährlich mit einem Sommerfest – dem Hütesfest – gefeiert.

 

Wagenradgroße Blechkuchen in den verschiedensten Sorten machen der Bratwurst auf den Volksfesten Konkurrenz. In der Rennsteigregion ist es vor allem der Schmandkuchen, den es von Dorf zu Dorf und in den Städten in unterschiedlichen Varianten gibt. Jeder Bäcker der Region hat saisonale Kreationen der luftig-leichten und nicht zu süßen Spezialität, die zum Probieren einladen.

Was gibt es nach einer Wanderung durch die Thüringer Wälder Schöneres als ein gutes kühles Bier. Regelmäßig werden Thüringer Biere zu den besten weltweit gekürt. Da kann es natürlich nicht anders sein, als dass auch das älteste Reinheitsgebot (1434) aus Thüringen stammt. Im Sortiment der zahlreichen kleinen Regionalbrauereien findet sich so ziemlich alles, was das Brauereihandwerk möglich macht, vom Pils über naturtrübes Hefeweizen zu Schwarzbier oder saisonalen Biersorten wie Broihan, Bock oder Märzen.  In den Erlebnismanufakturen kann man dem Braumeister über die Schulter schauen oder Workshops zum Bierbrauen buchen. Und wer eine außergewöhnliche Alternative zum Hotel sucht, kann es sich hier im Bierfass gemütlich machen.

 

 

Eine Besonderheit des Thüringer Waldes sind die zahlreichen Wanderhütten, die inmitten malerischer Landschaft auf den Gipfeln gelegen zu regionaltypischen Genüssen einladen – von klassischen Wildgerichten im Herbst bis zur fangfrischen Forelle im Sommer oder hausgemachten Kuchen ist für jeden Geschmack ein passendes Wanderziel dabei.

Wer sich von zu Hause aus bereits durch die Spezialitäten des Thüringer Waldes probieren möchte, kann dies mit dem Thüringer Wald Shop tun: hier finden sich regionale Produkte in bester Qualität und man kann sich sicher sein, das “Original” zu finden! Oder aber man versucht sich selbst einmal an den traditionellen Rezepten aus der Region und serviert original Thüringer Klöße oder Saalfelder Ofendetscher!