Aufbauarbeiten laufen auf Hochtouren

13. Dezember 2023

Begehbare Installation setzt Lauscha ein Denkmal als Geburtsort der gläsernen Christbaumkugel

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Antonia Sturm und Ulrich Oswald präsentieren die erste der geplanten sieben Instalationen des Weihnachtsland am Rennsteig®| Autor / Bildrechte: Jens Pastowski | Regionalverbund Thüringer Wald e.V.

Die begehbare Christbaumkugel am Hüttenplatz in Lauscha ist Teil eines Großprojekts des Weihnachtslands am Rennsteig®. Sieben Lichtfiguren machen die authentische Geschichte des Glasbläserhandwerks und der Spielzeugherstellung erlebbar.

Lauscha (13.12.2023). In Lauscha werden nicht nur besondere Christbaumkugeln hergestellt und in die ganze Welt exportiert, hier ist schon bald eine begehbare Christbaumkugel zu bewundern. Die Aufbauarbeiten der 14,5 Tonnen schweren Installation laufen derzeit auf Hochtouren. Sie entsteht am Hüttenplatz, wo einst die erste Glashütte des Ortes im Landkreis Sonneberg ihren Betrieb hatte.

Die rote, aus vielen Einzelteilen bestehende Kugel hat eine wabenartige Struktur, ist offen designt und wird, als zentrales Element, eine Lichtsäule beinhalten. Obenauf wird eine sogenannte Masterkugel installiert. Dabei handelt es sich um das Motiv des Weihnachtslands am Rennsteig®, welches bereits auf Postkarten, Plakaten und weiteren Dokumenten zu sehen ist und damit einen Wiedererkennungswert schafft.

„Die begehbare Christbaumkugel ist Teil eines großen Projekts des Weihnachtslands am Rennsteig®, das die Tradition der Glasbläser und Spielzeughersteller der Region ins Schaufenster stellt und erlebbar macht. Die Lichtfiguren stecken das Weihnachtsland ab und geben dem Gast Orientierung“, erklärt die Geschäftsführerin des Regionalverbunds Thüringer Wald e.V., Antonia Sturm. Mit Projektleiter Jens Pastowski hat sie sich am heutigen Mittwoch (13. Dezember 2023) über den Fortschritt der Arbeiten, die von der Firma Oswald durchgeführt werden, informiert.

Ursprung und Entwicklungsschritte der Handwerkskunst

Die Christbaumkugel setzt Lauscha als Geburtsort der gläsernen Christbaumkugel ein Denkmal. Vor über 170 Jahren löste sie, als absolutes Novum, den bisherigen Christbaumschmuck aus Früchten ab und war auch für die ärmere Bevölkerung erschwinglich. Neben dem Standort in Lauscha sind eine Installation im Bereich des Bahnhofs in Steinach, zwei Installationen in der Stadt Neuhaus am Rennweg – im Ortsteil Limbach und auf dem Verkehrskreisel in Richtung Lichte – sowie drei Installationen in der Stadt Sonneberg – auf dem Bahnhofsvorplatz, auf dem Verkehrskreisel Bettelhecken und in Köppelsdorf – geplant.

Sie thematisieren den Ursprung und die Entwicklungsschritte der traditionellen Handwerkskunst, wie beispielsweise den Siegeszug des Christbaumschmucks in den USA, und betonen den hohen Wert der Glasbläserarbeit, die die Region des Thüringer Waldes bis heute prägt. Die authentischen Geschichten werden auf Infotafeln, die der Regionalverbund Thüringer Wald e.V. für die jeweiligen Standorte designet hat, erzählt und sind per QR-Code auch als Audiofile hörbar.

Kulturerbe-Titel als Chance für die Region

Erst vor kurzem ist die Glasbläserarbeit als immaterielles Kulturerbe anerkannt worden. „Der Titel ist eine große Ehre für die Handwerkskunst und gleichzeitig eine Chance für die Region. Der Regionalverbund Thüringer Wald e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tradition der Glasbläser noch stärker in den Fokus zu rücken. Sie ist ein Alleinstellungsmerkmal des Thüringer Waldes, mit dem wir wuchern können“, betont Antonia Sturm.

Neben der kulturellen Bedeutung sei das Glasbläserhandwerk ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der Arbeitsplätze sichert, vor allem aber den Tourismus im Thüringer Wald fördert. „Wir sehen es bereits jetzt an den Reaktionen während der Aufbauarbeiten: Die begehbare Christbaumkugel macht neugierig und bringt Menschen ins Gespräch. Sie motiviert zu einem Besuch im Thüringer Wald und in Thüringen, wovon in der Folge alle Akteure profitieren werden“, so Antonia Sturm.

Das Projekt umfasst ein Gesamtbudget von 2,4 Millionen Euro. Mit 90 Prozent trägt der Freistaat Thüringen den größten Teil der Finanzierung. Die übrigen 10 Prozent finanzieren die beteiligten Kommunen und der Landkreis Sonneberg.
 

 

Kontakt:

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