Aktivregion Rennsteig im Thüringer Wald

[#if schema_image??]
    [#if schema_image?is_hash]
        [#if schema_image.alt??]
            ${schema_image.alt}
        [/#if]
    [/#if]
[/#if]

Ilmtal-Radweg

Von Wein zu Wald

Von der Quelle der Ilm, hoch oben in Allzunah am Rennsteig, rollt es sich mit "Höhenluft" stetig entspannt bergab.

Der Ilmtal-Radweg verspricht eine erlebnisreiche Zeit auf den Spuren Goethes, genussvolle Momente vom Wald zum Wein und jede Menge Fahrspaß. Ausgehend von der Quelle der Ilm, hoch oben in Allzunah am Rennsteig, rollt es sich mit "Höhenluft" im Gepäck förmlich nur noch bergab bis zum 123 km entfernten Ziel in Großheringen bei Naumburg.

Kurz nach dem Start, nach einer serpentinartigen Abfahrt in den Luftkurort Stützerbach, lohnt bereits die erste Pause, wenn man sich im Goethemuseum Stützerbach mit den naturwissenschaftlichen Studien des Dichters vertraut machen möchte. Wenige Kilometer weiter, in der Universitätsstadt Ilmenau, lassen sich die Tätigkeiten des hochgeschätzten „Beauftragten für die Wiederbelebung des Ilmenauer Kupfer- und Silberbergbaus“ im GoetheStadtMuseum entdecken. Aber auch die Stadtgeschichte als bedeutender Standort der Glas- und Porzellanherstellung bilden einen interessanten Teil des Museums. Die nächsten Radkilometer locken mit regionalen Genussmomenten: Die kleinste Brauerei Thüringens, die Museumsbrauerei Schmitt in Singen, bietet ein erfrischendes Hopfengetränk nach alter Brautradition in einem herrlich grünen Biergarten. Von hier ist es wiederum nicht weit bis zur Kunst- und Senfmühle Kleinhettstedt. Der Besuch wird für schwerere Gepäcktaschen sorgen, denn an den facettenreichen Senfvariationen kommt man schlichtweg nicht vorbei.

Der gut ausgebaute Weg lässt die Sinne frei für die Dörfer und die darin eingebetteten Kirchen und Mühlen. Kranichfeld begrüßt sogleich mit zwei imposanten Burgen und die Kurstadt Bad Berka lädt zu einem Kneippbad ein. Weimar, die wohl bekannteste Wirkungsstätte der Dichter Goethe und Schiller und Gründungsort des Bauhauses, ist die Kulturmetropole der Extraklasse. Das durch und durch künstlerische Flair der kleinen Stadt wirkt noch heute anziehend und so sollte das Rad ruh‘n und man Goethes faust‘schen Worten folgen: „Verweile doch, du bist so schön.“ Den Geist der Stadt noch im Gepäck, führt der Radweg an den Schlössern in Tiefurt und Kromsdorf vorbei bis zum berühmten Terrassengarten im Wielandgut in Oßmannstedt. Empfehlenswert ist ein Abstecher in die Glockenstadt Apolda. Das dortige Kunsthaus Apolda Avantgarde versetzt jeden Kunstliebhaber mit seinen wechselnden Ausstellungen regionaler und interntionaler Künstler in Erstaunen.  

Zurück auf dem Radweg heißt es aktiv die sanfte Hügellandschaft am Unterlauf der Ilm erradeln. An der historischen Mühle in Eberstedt mit den schwimmenden Hütten lohnt eine Rast und wer sich etwas Treiben lassen mag, dem bietet die Toskana-Therme in Bad Sulza mit dem Liquid Sound – Musik unter Wasser – ein besonderes Erlebnis.  

Einen wundervollen Abschluss findet der Weg an der Mündung der Ilm in die Saale, wenn das herrliche Panorama über das Weinanbaugebiet der Saale-Unstrut Lust auf einen erlesenen Wein samt gutem Essen macht. Entlang der Routen bieten sich zahlreiche radfahrerfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels, Pensionen oder auf Campingplätzen.

Bei Anreise mit der Bahn empfiehlt sich am Wochenende der Bahnhof Rennsteig nahe Frauenwald. Von hier ist es ein kurzer Weg bis zur Ilm-Quelle in Allzunah. Weitere Bahnhöfe befinden sich in Ilmenau, Weimar, Apolda, Bad Sulza und in Großheringen. Aufgrund des abwärtslaufenden Höhenprofils eignet sich der Radweg hervorragend für Genussradler und Familien.